Live aus Windhoek

Gestatten, Marcel Pauly. In diesem Blog habe ich 2011 über die Erlebnisse und Erfahrungen während meines Radio-Praktikums im südwest-afrikanischen Namibia geschrieben. Von Juli bis Oktober lebte ich in der Hauptstadt Windhoek und arbeitete beim Deutschen Hörfunkprogramm (German Service) der Namibian Broadcasting Corporation (NBC).

Kein Carglass, kein Musterhausküchenfachgeschäft

Weil wir hier der einzige deutschsprachige Radiosender sind, gibt es in Namibia kaum professionell produzierte deutschsprachige Radio-Werbespots. Stattdessen wird die Werbung von unseren Redakteuren gesprochen – manchmal sogar live in ihren eigenen Sendungen. Je nach Formulierungswunsch des Auftraggebers führt das dann zu Radio-Momenten, die in deutschen Ohren einfach nur skurril klingen.

Auch als Praktikant kommt man natürlich nicht umher, Werbespots einzusprechen. Mit journalistischem Arbeiten hat das dann zwar nichts mehr zu tun, aber ohne diese lästige Pflicht wäre die journalistische Arbeit nicht finanzierbar. Also: Arschbacken zusammenkneifen, Zynismus aufdrehen und durchziehen. (Auch wenn der Verfasser des Spot-Textes offenbar keine Ahnung davon hat, wie ein Radio-Werbespot aufgebaut sein muss …)

2 Kommentare

  1. Anonym
    23. Mai 2012, 20:23 Uhr

    oh so LOL!

  2. Thomas
    20. Juli 2015, 19:40 Uhr

    Ich finde es eigentlich gar nicht sonderlich skurril. Erinnert mich sehr an die Art der Werbung im amerikanischen Public Radio („support for NPR comes from …“). Im Vergleich zu Carglass, Musterhausküchenfachgeschäft & Konsorten zudem angenehm sachlich, kurz und unaufdringlich! :) Mittlerweile gibt es mit „Hitradio Namibia“ aber auch einen Sender, der seinen zahlreichen Namenskollegen in Deutschland ziemlich gut nacheifert – inklusive der „professionell produzierten Radio-Werbespots“, die so sind wie ein ein Radio-Werbespot (leider) wohl „aufgebaut sein muss“. Man fährt durch die Wüste und fühlt sich wie im FFH-Land… ;)

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