Live aus Windhoek

Gestatten, Marcel Pauly. In diesem Blog habe ich 2011 über die Erlebnisse und Erfahrungen während meines Radio-Praktikums im südwest-afrikanischen Namibia geschrieben. Von Juli bis Oktober lebte ich in der Hauptstadt Windhoek und arbeitete beim Deutschen Hörfunkprogramm (German Service) der Namibian Broadcasting Corporation (NBC).

Los geht’s

Behäbig schiebt sich Flug SW286 auf der Anzeigetafel Stück für Stück nach oben. Zwei Stunden noch bis zum Abflug. Vor mir liegt ein dreimonatiges Abenteuer: Namibia!

Die Geschichte beginnt vor etwa einem Jahr. Ich merkte, dass viele um mich herum ins Ausland gehen – für ein paar Monate, ein Semester oder gleich ein ganzes Jahr. Fernweh hatte ich ja schon immer, aber erst jetzt wuchs in mir der ganz konkrete Wunsch, meine gewohnte Umgebung zu verlassen, und mehr zu erleben als einen schnöden Strandurlaub. Ich wollte weg, weit weg. Ich wollte journalistisch arbeiten. Am liebsten Radio. Auf Deutsch. In einem Land, in dem ich mich außerhalb der Redaktion auch auf Englisch durchschlagen kann. Eine Suchmaschinenanfrage später war klar: Ich bewerbe mich beim deutschsprachigen Radioprogramm der Namibian Broadcasting Corporation.

Obwohl es noch anderthalb Stunden bis zum Boarding sind, wird die Menschenansammlung vor Gate D1 langsam größer. Links schauen ein paar Jungs einen Film auf ihrem Laptop, rechts blättert eine junge Frau in ihrem Reiseführer. Muss nachher auch nochmal in meinen schauen, in den vergangenen Tagen blieb mir dafür einfach zu wenig Zeit.

Das Bild der Passagiere ist ein recht buntes. Kein Wunder, ist Namibia doch ein typischer Vielvölkerstaat. Ich bin gespannt, wie sich das im Alltag niederschlagen wird – gibt es Konflikte zwischen den vielen Bevölkerungsgruppen, Spannungen zwischen Schwarz und Weiß, Verständigungsprobleme zwischen den dutzend Sprachen, wegen derer man sich auf Englisch als Amtssprache geeinigt hat?

Ich werde es erfahren – vorausgesetzt, sie lassen mich gleich an Bord. Mein Handgepäck dürfte die erlaubten sieben Kilo deutlich sprengen und die netten Damen am Gate haben soeben Taschenkontrollen angekündigt … Einen Versuch ist es wert.

Los geht’s.

Ein Kommentar

  1. Dennis Göbel
    26. Juli 2011, 19:40 Uhr

    Hi Marcel,

    ich wünsche Dir ganz ganz viel Spaß !!!
    Wir sehen uns in 3 Monaten :)
    Viele Grüße
    Dennis

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