Live aus Windhoek

Gestatten, Marcel Pauly. In diesem Blog habe ich 2011 über die Erlebnisse und Erfahrungen während meines Radio-Praktikums im südwest-afrikanischen Namibia geschrieben. Von Juli bis Oktober lebte ich in der Hauptstadt Windhoek und arbeitete beim Deutschen Hörfunkprogramm (German Service) der Namibian Broadcasting Corporation (NBC).

Namibische Presseschau, KW 34

Diesmal mit einem Pro-Gaddafi-Bekenntnis, einer Volkszählung, einer Mini-Spende und einem Niebel.

Viele afrikanische Staaten tun sich schwer mit dem Machtwechsel in Libyen, schließlich war Gaddafi ein gern gesehener Partner. Auch die namibische Regierung hat diese Woche noch einmal betont, sie unterstütze den Sturz Gaddafis nicht, weil er das legitime Staatsoberhaupt Libyens sei. Genauso zählt Südafrika zur eher-Pro-Gaddafi-Fraktion. Trotzdem haben die Südafrikaner nun im UN-Sicherheitsrat zugestimmt, eingefrorenes Gaddafi-Vermögen für Hilfszwecke freizugeben (stern.de). Die Afrikanische Union hat unterdessen entschieden, den Nationalen Übergangsrat der Rebellen nicht anzuerkennen (tagesschau.de).

Nicht nur in Deutschland wird dieses Jahr gezählt, auch in Namibia will sich der Staat mal wieder einen Überblick darüber verschaffen, wer da eigentlich alles innerhalb seiner Grenzen lebt. Die AZ berichtet über den Zensus, bei dem tatsächlich jeder erfasst wird, der im Land ist – also auch ich. Morgen soll’s losgehen.

Mehr als zwölf Millionen Menschen sind von der Dürrekatastrophe in Ostafrika betroffen, die Staaten der Afrikanischen Union hielten sich bislang mit Hilfszusagen zurück. Nun wurden bescheidene 350 Millionen Dollar zugesichert (NZZ Online, taz.de), auch die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas SADC plant Hilfen (AZ).

Hurra, der Niebel ist da! Der deutsche Entwicklungsminister will sich mal wieder anschauen, wie’s hier unten so läuft (AZ). Ich hoffe, er hat seine schicke Sonnenbrille dabei, ist nämlich hell hier.

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