Live aus Windhoek

Gestatten, Marcel Pauly. In diesem Blog habe ich 2011 über die Erlebnisse und Erfahrungen während meines Radio-Praktikums im südwest-afrikanischen Namibia geschrieben. Von Juli bis Oktober lebte ich in der Hauptstadt Windhoek und arbeitete beim Deutschen Hörfunkprogramm (German Service) der Namibian Broadcasting Corporation (NBC).

Namibische Presseschau, KW 39

Dass die letzte Presseschau wegen meiner kleinen Reise durch’s Land ausfallen musste, ist nicht weiter tragisch: Ich hätte sowieso Mühe gehabt, lesenswerte Inhalte zu finden. Diese Woche gab es dieses Problem nicht …

Gestern übergab die Berliner Charité einer Delegation aus Namibia 20 Herero- und Nama-Schädel, die die Deutschen nach der Niederschlagung eines Aufstandes während der Kolonialzeit mitgenommen hatten (DRadio Wissen, Deutsche Welle, Deutschlandfunk, taz.de 1/2/3/4, Allgemeine Zeitung). Bei der Übergabe kam es zum Eklat, hier in Windhoek protestierten mehrere Herero und Name vor der deutschen Botschaft (Spiegel Online, taz.de). Die Süddeutsche beleuchtet in diesem Zusammenhang die deutsche Kollonialvergangenheit im Allgemeinen – ein Kapitel unserer Geschichte, über das viel zu selten gesprochen wird.

Die Allgemeine Zeitung schreibt über bewundernswerte Frauen aus den Armen-Siedlungen des Windhoeker Stadtteils Katutura, die sich mit dem Verkauf von Viehfutter durchschlagen und auf diese Weise etwa auch das Schulgeld für ihre Kinder zusammenbekommen.

Zum Schluss noch ein Blick auf’s Wetter: Die Jahreszeiten hier auf der Südhalbkugel sind ja praktisch gespiegelt zur Nordhalbkugel und wir befinden uns mitten in der Trockenzeit. Im Oktober und November kann es aber doch immer mal wieder auch regnen, da spricht man dann von der „Kleinen Regenzeit“. Letzte Woche gab’s darauf schon einmal einen Vorgeschmack, mit dem allerersten Gewitter und dem ersten heftigen Regenschauer seit meiner Ankunft vor über zwei Monaten. Gerade von den Farmern wird die Kleine Regenzeit herbeigesehnt. (Allgemeine Zeitung)

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